Der Asta verteidigt seine Mehrheit

Der Asta geht gestärkt aus der Wahl des Studierendenparlaments hervor. Der von der Opposition erhoffte Umschwung ist ausgeblieben – die Wahlbeteiligung war so niedrig wie nie. Von Melanie Böff

Die Zusammensetzung des Studierendenparlaments nach der Wahl 2013. Infografiken: Veronika Völlinger

Die Wahlurnen sind geleert, alle Stimmzettel ausgezählt, die Zusammensetzung des Studierendenparlaments (Stupa) für die nächste Legislaturperiode steht fest. Wirklich überraschend ist der diesjährige Wahlausgang nicht. Wie die Jahre zuvor geht der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) gestärkt aus der Wahl hervor. Freuen darf er sich über eine weitere Amtszeit mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament. Von den insgesamt 60 Sitzen im Stupa bleibt nicht viel übrig für die Listen, die sich dem Asta bisher noch nicht verschrieben haben.

Man könnte meinen, dass sich diese Listen inzwischen an die ungleichen Machtverhältnisse gewöhnt haben sollten. Doch gerade in diese Wahl steckte die Opposition viel Hoffnung. Die Debatte um die Rahmenstudien- und Prüfungsordnung rückte die Hochschulpolitik an der FU weiter in das Blickfeld der Studierenden. Darauf hatten gerade die oppositionellen Listen gehofft. Weit gefehlt! Die Wahlbeteiligung rutschte dieses Jahr runter auf 10,3 Prozent – rund ein Prozentpunkt weniger als bei der letzten StuPa-Wahl.

Mangelndes Interesse am Thema Hochschulpolitik, der Stundenplan zu voll oder greift nun auch an der FU die Politikverdrossenheit um sich? Darüber lässt sich spekulieren, die Sitzverteilung ist dagegen sicher. Mit jeweils vier Sitzen ziehen die Fachschaftsinitiativen (FSIn) der Fachbereiche Wirtschaftswissenschaften und Jura („Café Tatort“) in das Parlament ein. Über 400 Studierende stimmten für beide Listen ab – nicht verwunderlich bei den größten Studiengängen an der FU. Acht Sitze, die dem Asta zumindest teilweise zugutekommen, da sich die „FSI Wiwiss“ offen zu ihm bekennt und das „Café Tatort“ nicht grundsätzlich abgeneigt ist.

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Bei der Sitzverteilung gehen die Asta-stützende „Grüne Alternative Liste“ sowie die Jusos und die „Grüne Hochschulgruppe“ (GHG) – beide Asta-unabhängig – mit jeweils drei Sitzen aus der Wahl hervor. Damit gibt die GHG einen Sitz an ihre grüne Konkurrenz ab. Immerhin noch zwei Sitze im Parlament ergatterten die FSIn der Fächer Informatik, Physik, Psychologie und Politikwissenschaft.

Die Liste „Initiative Lehramt“, die zurzeit den Vorsitz im Stupa stellt, konnte ebenfalls zwei Plätze für sich verbuchen. Zwei Abgeordnete entsenden auch der Asta-ferne „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ und die satirische „Partei-Hochschulgruppe“. Die verbleibenden Listen stellen jeweils einen Abgeordneten. Lediglich zwei der über vierzig Listen sind leer ausgegangen. Die Listen „Nudeln gehen immer“ und „GeoCampus“ kandidierten zum ersten Mal für das Stupa und hatten mit zusammen rund vierzig Stimmen keine Chance auf den Einzug in das Parlament. Ein Teller Tortellini spendet womöglich Trost.

Die Zweidrittelmehrheit des Astas stürzen, um endlich wieder etwas bewegen zu können – das war das Wahlziel einiger nicht Asta-tragender Gruppen. Diese Wahl, für sie eine weitere Niederlage. Schockstarre oder Konfrontationskurs? Es bleibt spannend, welchen Weg die Opposition einschlagen wird.

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2010

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