Vortragsreihe: Aus den Schubladen

Jeden Dienstag tragen Studierende Texte zur deutschen Literaturwissenschaft vor, die ansonsten im Müll gelandet wären. Das erste Mal an der FU stehen ausschließlich sie auf der Bühne.

Wöchentlich dienstags präsentieren Studierende ihre germanistischen Forschungsergebnisse. Foto: promo

Immer diese Aufwand mit Hausarbeiten, die dann in der Schublade verwesen. Studierende der Germanistik konnten es nicht mehr mit ansehen. Daher haben sie die Vortragsreihe zum Sommersemester organisiert. Jeden Dienstag können alle Interessierten studentischen Beiträge aus verschiedenen Fachbereichen zur deutschen Literaturwissenschaft hören. Los geht es am 16. April 2013.

Die Vortragenden tragen stellen ihre Seminar- und Abschlussarbeiten vor, die das ganze Spektrum des literaturwissenschaftlichen Studiums bedienen: Von mit­tel­al­ter­li­chen Tex­ten, über eine Überlegung zur Liebe in Gott­fried Benns Gedicht „Nur zwei Dinge“, bis hin zur unmarkierten Weißsein-Norm in den Herr-der-Ringe-Filmen. Ziel ist es, Inhalte zu vernetzen und die Vielseitigkeit der deutschen Literaturwissenschaft zu demonstrieren.

Wann: Dienstags, 18.15 Uhr bis 20.00 Uhr, 16. April 2013 bis 2. Juli 2013

Wo: Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Hörsaal 2, 14195 Berlin

Weitere Infos: Carolin Schmidt, E-Mail: carolin.schmidt@fu-berlin.de; Robin Carstairs, E-Mail: r.carstairs@fu-berlin.de

Programm:

16. April 2013
Carolin Schmidt, Robin Carstairs: Kritische Universität und Schubladen. Zur Einführung
Sven Lüder: „Den Text gibt es, den Text gibt es nicht, den Text gibt es …“ – Einige Überlegungen zur germanistischen Arbeit heute

23. April 2013
Johanna Egger: „Kommunikation mit Zettelkästen“. Das Archiv der Übersetzer Erika und Elmar Tophoven
Friederike Wein: Auf den Spuren der Grete Minde. Zu den Quellen von Fontanes Novelle

30. April 2013
Lorenz Becker: Die Macht der negierten Norm. Zum Zusammenhang von Ehebruch und Macht im mittelalterlichen Märe Die Buhlschaft auf dem Baume
Pauline Koester: Lachen versus Passion? Komik in den Geißelungs- und Kreuzigungsszenen spätmittelalterlicher Passionsspiele

7. Mai 2013
Christoph Witt: Inschriftlichkeit in mittelhochdeutscher Literatur. Semantische Interaktion zwischen Schriften und ihren Trägern
Kai Schultka: Vom Judenfreund zum Judenfeind? Luthers Stellung zum Judentum

14. Mai 2013
Tina Böhmer: Nachdenken über die Liebe. Eine alternative Interpretation von Gottfried Benns Nur zwei Dinge
Marion Acker: POETISCH UND/ODER PRAGMATISCH? – Die Literaturhaftigkeit von Lawrence Weiners Wortskulpturen

21. Mai 2013
Bennet Schuster: Geschichte und Gewissen. Eine erzähltheoretische Untersuchung von Günter Grass’ Katz und Maus
Anna Brixa: „… da liegt die Erinnerung in einem unordentlichen verwirrenden Netz, griffbereit“. Literarische Vergangenheitsbewältigung bei Wolfgang Koeppen und Walter Kempowski

28. Mai 2013
Jennifer Briese: Literarische Rechtsbrüche und Gerechtigkeit bei Harsdörffer und Schirach
Daniel Schubert: Die Praxis der Adoption in Kleists Novellen

4. Juni 2013
Michaela Hartl: „Spaziergängchen machen“. Männlichkeit und Bewegung bei Robert Walser
Marko Milovanovic: Karl Kraus und die Neue Sachlichkeit

11. Juni 2013
Julien Wichmann: Mehrsprachigkeit nach Bachmann? Intertextualität in Terézia Moras Roman Alle Tage
Denise Henschel: Freiheit als Zwang. Eine Kritik des Ich in der neoliberalen Welt in Alissa Walsers Erzählung Immer ich

18. Juni 2013
Philipp Schmidt: Fiktionsreduktion in dystopischen Filmen
Nalan Yagci: Der eine Ring macht unsichtbar. Weißsein als unmarkierte Norm in den Herr-der-Ringe-Filmen

25. Juni 2013
Giulia Baldelli: Traumlogik. Eine formale Analyse von Beer-Hofmanns Der Tod Georgs hinsichtlich seiner rezeptionsästhetischen Wirkung
Kristo Šagor: Totalität und Sprachspiel. Motivstrukturen in Paul Adlers Nämlich

2. Juli 2013
Barbara Bausch: Darstellung von Raum und Körper in Ror Wolfs Abenteuerserie Pilzer und Pelzer
Mirko Lux: Hoppe, fh, Hoppe. Die Schriftstellerpersona Felicitas Hoppes im Jahr 2012

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2010

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