Schöne Aussichten

Nirgends kann man sich in den Ferien schöner der Nichtigkeit des Tuns bewusst werden, als beim Blick auf eine kleine pulsierende Großstad. Sarah Pützer suchte die schönsten Aussichten Berlins.

Der Blick von der Modersohnbrücke auf den S-Bahnhof Warschauer Straße und den Fernsehturm. Foto:Sarah Pützer.

Die Sonne senkt sich über Berlin, der Himmel färbt sich rot, ein Bier wird zischend geöffnet und im Hintergrund offenbart sich ein Blick auf die Dächer der Stadt. Ich starre auf das Plakat am Potsdamer Platz und auf die große Flasche Berliner Pilsener, die dort angepriesen wird. Und ich spüre wie Neid in mir aufsteigt. Ich möchte auch über den Dächern Berlins sitzen. Ich möchte auch mit Freunden Spaß haben und ein Bier trinken. Also suche ich nach den Orten mit dem schönsten Blick über die Hauptstadt, um meinen eigenen kleinen Berliner-Pilsener-Moment zu erleben.

Eines der Probleme, dem man im Berliner Alltag sowieso ausgesetzt ist und daher in der Freizeit lieber umgeht, sind Touristen. Sie treten in Massen auf und stürzen sich auf die offensichtlichen Aussichts-Ziele. Daher sehe ich mich gezwungen aus meiner Liste den Fernsehturm, sämtliche Dome Berlins, die Siegessäule und die Reichstagskuppel zu streichen. Wer sich trotzdem ins Touristengetümmel werfen möchte, kann dies aber natürlich tun – eine schöne Aussicht hat man trotzdem, auch wenn sie sich nur schwer genießen lässt.

Semi-Geheimtipps für Entdecker

Bei meiner Recherche bin ich aber auch auf viele sogenannte Geheimtipps gestoßen. Dabei sind auch nicht wirklich geheime Orten, wie das Gasometer in Schöneberg oder die Dachterasse des Park Inns am Alexanderplatz. Aber auch abenteuerlich klingende Plätze sind dabei, wie „das fünfte Parkdeck im Parkhaus der Neukölln Arcaden“. Gute Aussichten lassen sich auch mit Musik kombinieren, wie beim „Weekend“ am Alexanderplatz, von dem aus man für den Eintritt Berlin bei Nacht bewundern kann. Wenn man Berlin für lau genießen möchte, kann man seinen Abend auf der Modersohnbrücke in Friedrichshain verbringen. Wer allerdings lieber von der ruhigen Natur aus ins Treiben der Stadt hinabblicken möchte, dem sei der Teufelsberg oder die Spitze des Kreuzbergs ans Herz gelegt.

Zu weiter Weg zum Pilsener-Moment? Es geht noch einfacher: Schnappt euch den Freund mit der Dachterasse oder dem hochgelegenen Balkon und wartet bis die Sonne untergeht, holt euch zwei kühle Bier und genießt die schönste Aussicht Berlins.

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2010

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2 Responses

  1. Ich und Du sagt:

    Die wirklichen Highlight um über die Dächer von Berlin zu blicken und zu genießen, kennt die Autorin nicht. Das ist schade. Dadurch wird der Beitrag belanglos. Der Fernsehturm hätte in diese Aufzählung deshalb auch gut hineingepasst.

    Da hätte man wirklich sehr viel mehr daraus machen können. Aber dazu muss man den Reiseführer zuklappen, aus dem hier abgeschrieben wurde, und auf Entdeckungsreise gehen.

  2. i sagt:

    Auf dem „fünften Parkdeck im Parkhaus der Neuköllner Arcaden“ ist übrigens – schon seit einer Weile – eine neue Location mit dem Namen „Klunkerkranich“.

    Ich schließe mich dem Kommentar oben an: der Artikel ist leider langweilig und schlecht recherchiert. Da hätte man mehr draus machen können.

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