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Achte internationale Filmwoche an der FU

Einmal im Jahr verwandeln sich die Hörsäle der Silberlaube in Kinosäle. Diese Woche ist es wieder so weit: Die Filmwoche zeigt gesellschaftskritische Filme aus aller Welt. Von Silvana Briebsch

Nicht zu übersehen: Die Filmwoche an der FU. Foto: Silvana Briebsch

Nicht zu übersehen: Die Filmwoche an der FU. Foto: Silvana Briebsch

Vom 4. bis 8. November veranstaltet eine studentische Initiative die internationale Filmwoche an der FU. Bereits zum achten Mal werden gesellschaftskritische Filme aus verschiedenen Regionen der Welt in die Hörsäle der Silberlaube geholt. Dieses Jahr kommen die Beiträge unter anderem aus Norwegen, Österreich, Serbien und Israel.

Das Motto der Filmwoche heißt „cross-roads, cross-borders, cross-minds.“ Amed Mardin promoviert in Politikwissenschaft an der FU und gehört zum Organisationsteam des Festivals. Er erinnert sich an die Idee zur ersten internationalen Filmwoche 2005: „Wir wollten damals eine Brücke zwischen Ausländern und Deutschen schaffen und ermöglichen, dass die Leute zusammen kommen.“

Mittlerweile ist die Filmwoche zu einer festen Institution geworden. In diesem Jahr geht es um Themen wie Homophobie, Rassismus und Sexismus. Eines der Highlights ist der Film „Hannah Arendt“, der 2013 den deutschen Filmpreis in Silber in der Kategorie bester Spielfilm gewann.

Asylsuchende Musiker und homophobe Bodyguards

Die Filmwocheninitiative gebe auch unbekannten Filmen eine Chance, die sonst Schwierigkeiten hätten sich auf dem Markt zu behaupten, so Mardin. Ein Beispiel dafür ist der Dokumentarfilm „Can’t be silent – On tour with the refugees.“ Im Mittelpunkt des Films stehen Asylsuchende, die als Musiker ihre Stimme gegen ihre schlechten Lebensbedingungen erheben. Aber nicht alle der elf gezeigten Filme haben einen ernsten Grundton. Die serbische Komödie „Parada“ verhandelt gesellschaftliche Probleme mit viel Humor. Darin muss der homophobe Chef einer Sicherheitsfirma gegen seinen Willen eine Gay Pride Parade schützen.

So international wie das Programm sind auch die Studierenden der Filmwocheninitiative. Sie kommen aus Kurdistan, Serbien, der Türkei, Russland, Bulgarien, Syrien, Deutschland, England, Palästina und Chile. Ihre Aufgabe ist es, geeignete Filme auszusuchen, zu besorgen und die rechtlichen Fragen zu klären. Mardin erzählt, die Gruppe versuche weiter neue Leute für ihr Projekt zu gewinnen. Auch für Filmvorschläge sei man immer offen.

Alle Filme werden in den Hörsälen der Silberlaube im Originalton mit deutschen Untertiteln gezeigt, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es hier.

 

 

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