FSI Wiwiss siegt, Opposition schwächelt

Die Liste der FSI Wiwiss/Café Schwarzer Freitag ist die Siegerin der diesjährigen Wahl. Auch viele neue Listen sind nun im Stupa vertreten. Oppositionelle Listen verlieren dagegen. Von Alexandra Brzozowski

Bei der Wahl des Studierendenparlaments (Stupa) 2015 konnte die Liste „FSI Wiwiss/Café Schwarzer Freitag“ die meisten Stimmen auf sich vereinen. Aus dem vorläufigen Endergebnis des studentischen Wahlvorstands geht hervor, dass sie im neu gewählten Gremium künftig fünf Sitze erhält, einen mehr als im Vorjahr.

Die 60 Sitze im Stupa verteilen sich in diesem Jahr auf 37 Listen. Davon erhalten 20 Listen je einen Sitz, elf Listen je zwei Sitze, drei Listen je drei Sitze und eine Liste vier Sitze. Die fsi wiwiss ist die einzige Liste mit fünf Sitzen.

Zweitstärkste Kraft wurden die Jusos, die im Vergleich zum Vorjahr Stimmen einbüßen mussten und nun vier statt der bisherigen fünf Sitze im Stupa besetzen. Auch die FSI (Kunst-)Geschichte „Koser Nostra“ musste nach ihrem guten Ergebnis bei der letzten Wahl Stimmenverluste hinnehmen. Nichtsdestoweniger wird sie mit 131 Stimmen zur drittstärksten Kraft und sichert sich drei Sitze.

Stimmeinbußen bei etablierten Listen

Verbessert hat sich das Ergebnis der „FSI Mathe/Info“, die mit 126 Stimmen nun ebenfalls drei Sitze erhält. 2014 hatte sie mit 71 Stimmen nur einen Sitz geholt. Auch die parteinahe Grüne Hochschulgruppe gewinnt Wählerstimmen hinzu und besetzt künftig drei Sitze im Stupa.

Die Liste „FSI Jura/Cáfe Tatort“ hat starke Stimmeinbußen verzeichnet. Bei der letzten Wahl war sie mit 180 Stimmen noch drittstärkste Kraft, nun kommt sie mit 76 Wählerstimmen auf nur zwei Sitze. Auch der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) büßte knapp 70 Stimmen ein und erhält mit 62 Stimmen nur einen Sitz. Kein Mandat hingegen konnten die Listen „FSI LAI“ und die neue angetretene „Pangãa Liberation Front–Lankwitz“ erreichen.

Frischer Wind durch neue Listen

Überraschend ist zudem der Einzug vieler Newcomer-Listen, die vielen der etablierten Listen Stimmen abjagen konnten. Die Listen „Wasserspender vor Mensa, WATER dispensers!“ und „S*STB – SAUFEN & STRESSFREI STUDIEREN“ sowie die Liste „Fahr Rad!“, die sich für Fahrradständer vor den Instituten einsetzt, schafften den Sprung ins StuPa und werden künftig je einen Sitz besetzen.

Auch „Die Partei“, die gehofft hatte, vom Erfolg ihrer Mutterpartei bei den Europawahlen profitieren zu können und nach einem Jahr Pause wieder antrat, zieht mit 99 Stimmen und zwei Sitzen ins Gremium ein.

Asta-Mehrheit bleibt stabil

Die Asta-tragende Koalition ausverschiedenen Fachschafts- und Themenlisten kann ihre stabile Mehrheit verteidigen. Die Opposition, die sich aus den parteinahen Hochschulgruppen, der FSI Jura/Café Tatort und einigen weiteren Listen zusammensetzt, geht aus der Wahl geschwächt hervor, was vor allem mit den Stimmverlusten des RCDS und der FSI Jura/Café Tatort zusammenhängt.

Das Studierendenparlament wird jährlich gewählt und besteht aus 60 Mitgliedern. Die Hauptaufgaben des Stupa sind die Verabschiedung des Haushalts der studentischen Selbstverwaltung sowie die Wahl und Entlastung des Asta. Zudem kann das Stupa Resolutionen zu hochschulpolitisch relevanten Fragen verabschieden und die Satzung der Studierendenschaft im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Schranken ändern.

Die Wahlbeteiligung blieb auch in diesem Jahr unter zehn Prozent; sie lag bei 8,08 Prozent. Von den insgesamt 35739 Wahlberechtigten gaben nur 2806 eine gültige Stimme ab.

Anm. d. Red.: Im fünften Absatz dieses Artikels wurde nachträglich eine Änderung vorgenommen. Die FSI Jura wurde bei der Stupa-Wahl 2014 nicht zweitstärkste, sondern drittstärkste Kraft.

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2008

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3 Responses

  1. Sui sagt:

    Optisch super, aber bei der Grafik hättet ihr zumindest über die Farben nachdenken können, die GHG in grün und die Jusos dementsprechend in rot einfärben 😉

  2. kleiner Fehler sagt:

    Im Artikel heißt es: “Bei der letzten Wahl war sie[FSI Jura] mit 180 Stimmen noch zweitstärkste Kraft[..]”

    Das Stimmt aber nicht. Die FSI wiwis mit 188 Stimmen und die JusosFU mit 221 Stimmen hatten beide mehr als die FSI Jura.

    Quelle: http://www.fu-berlin.de/sites/studwv/Wahlen/StuPa_FSR/StuPa2014_Sitzverteilung.pdf?1389995064

    Die Grundsätzliche Aussage, dass die Liste sowohl im AS als auch im StuPa abgestraft wurde dürfte dennoch zutreffen.

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