Bei der Heizung kein Geiz!

Dicke Winterjacken, Mützen und Schals sind in den Seminarräumen der FU im Winter keine Ausnahme: In den Gebäuden auf dem Campus ist es häufig viel zu kalt. Josta van Bockxmeer plädiert für Wärme.

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„Ist dir auch so kalt?“ Während draußen die Temperaturen langsam unter null Grad sinken, ist das eine vielgehörte Frage an der FU. Die Uni bietet daher einen lustigen Anblick: Die Seminarräume sind noch überfüllter als sonst, da die Studierenden eingepackt wie Michelinmännchen auf ihren Stühlen ausharren. Wer im Winter regelmäßig in der Rost- und Silberlaube ist, dem mögen diese Szenen bekannt vorkommen.

Zugegeben: Ob jemandem kalt ist, ist oft eine subjektive Frage. Während die einen bereits auf eine gefütterte Jacke umgestiegen sind, flattern die anderen noch im T-Shirt herum. Doch, dass die Studierenden gerade in der Rost- und Silberlaube unter Kälte leiden, lässt sich nicht mehr leugnen. Die Temperatur in den Seminarräumen sollte bei angenehmen 20 Grad Celsius liegen – in den Gängen und auf den Toiletten bei 15 Grad.

Beschwerden werden laut

Das gelingt aber leider nicht immer. Dann rutscht die Temperatur auch mal gern unter diese Marke. In letzter Zeit sind Beschwerden von Studierenden und Lehrenden darüber lauter geworden. Immerhin: Die Mitarbeiter der technischen Gebäudeausrüstung reagieren auf die Beschwerden, es werden nun mehrere Heizkörperventile ausgetauscht.

Mit der Temperatur sinkt nicht zuletzt auch die Konzentration. Spätestens dann, wenn die Finger beim Schreiben auf der Tastatur erstarren, kann die Hausarbeit für den Tag auf Eis gelegt werden. Und wenn die Notizen für die Klausur einem undurchdringbaren Schneehaufen statt einem Papierstapel gleichen, haben wir Studierende die perfekte Ausrede. Wir können jetzt nicht lernen, sondern müssen zuerst etwas gegen die Kälte tun. So sollte es aber nicht sein.

Die Philologische Bibliothek erfreut sich in diesen Tagen zahlreicher Studierenden – nur an der Klausurenphase liegt das nicht. Vielmehr ist sie der weit und breit einzige warme Ort zum Lernen. Denn die Fußbodenheizung statt der normalen Heizkörper, die sonst in der Uni verteilt sind, macht sich bemerkbar. Doch auch dieser wohlige Ort hat nicht genug Platz für alle Verfrorenen.

Unterkühlte Konzentration und schlechte Luft

Nicht nur die Kälte erschwert das Arbeiten, die schlechte Luft in den Räumen schränkt die Denkleistung weiter ein. Drinnen ist es kühl, draußen noch viel kälter – da traut sich keiner auch nur ein Fenster zu öffnen. Stoßlüften zwischen den Seminaren reicht da nicht aus: Mit 40 bis 50 Studierenden in einem kleinen Raum lassen sich die Dialektik der Aufklärung oder die generative Grammatik bald kaum noch diskutieren.

Klar, Energie sparen ergibt Sinn. Immerhin verbraucht die FU so viel davon wie eine Kleinstadt – mehr als zehn Millionen Euro kostet das die Uni pro Jahr. Doch bei den herrschenden Temperaturen draußen brauchen wir umso mehr einen behaglichen Ort, an dem wir entspannt über Klausurstoff und Hausarbeiten grübeln können. Lernen ohne Kälteschauer, der über unsere Körper kriecht – das ist nicht zu viel verlangt. Darum dreht die Regler hoch!

Wenn jemanden in seinem Büro oder im Seminarraum zu kalt ist, kann er sich bei der Zentralwarte unter der Rufnummer 838 55555 melden.

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2008

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