Mehr Sprachkurse und ein neuer König

In der zweiten Sitzung des Jahres hat das Studierendenparlament den neuen Asta gewählt und sich für mehr Sprachkurse eingesetzt. Dabei präsentierte es sich mit all seinen Eigenheiten. Von David Rouhani

Das Studierendenparlament bei einer Sitzung im Oktober 2014. Foto: Daniel Krause

Das Studierendenparlament (Stupa) hat am Donnerstag einen neuen Asta gewählt. Dabei zogen auch neue Listen wie der „S*STB – Saufen & Stressfrei Studieren“ und die linke Gruppe „la:iz“ erstmals in das Gremium ein. Für jedes Asta-Referat stand eine Liste von drei Kandidaten zur Wahl, die allesamt ohne Gegenstimmen angenommen wurden.

Zum neuen Asta-Vorsitzenden wählten die Parlamentarier Arvid Peschel. Der einzige Kandidat begründete seine Eignung damit, dass er hochmotiviert sei, „überhaupt nichts zu tun“. Seine künftige Hauptaufgabe sieht der Mann mit der Stoffkrone auf dem Kopf im Kaffeekochen. Was ironisch anmutet, stieß bei den Abgeordneten nicht ohne Grund auf Zustimmung. Das Amt des Vorsitzenden besteht bloß auf Grund einer Satzung des Hochschulgesetzes und soll im basisdemokratischen Asta der FU lediglich symbolisch ausgeübt werden. Zum Wohle der Transparenz werde er seine Krone aber weiterhin tragen, so Peschel.

Sprachkurse und Naturmedizin

Im Anschluss stimmte das Parlament einem Resolutionsantrag der Jusos zu den Sprachkursen an der FU zu. Die Anzahl an Lehrveranstaltungen im Sprachenzentrum sei zu gering und das Bewerbungsverfahren zu umständlich, so die Jungsozialisten. Die freie Gestaltung des Studiums werde dadurch stark beeinträchtigt. Das Stupa solle sich dafür einsetzen, dass Lehraufträge aufgestockt, Ausweichtermine für die Einstufungstests geschaffen und die Testergebnisse online veröffentlicht werden.

Außerdem wurde einigen Aktivisten von „la:iz“ ein Reisekostenzuschlag von 500€ bewilligt. Mit dem Geld wollen sie nach Mailand fahren, um italienische Studierende im Kampf gegen unbezahlte Arbeit bei der diesjährigen Expo zu unterstützen.

Für beste Unterhaltung sorgten einmal mehr zwei Vertreterinnen der Liste „Rollenspieler Wider Das Böse“. Sie hatten sich etwas Besonderes für die neuen Asta Referenten ausgedacht. Zum Amtsantritt bekam jeder einen Klecks „Heilerde“ ins Gesicht. Dazu gab es Heilkräuter. Die seien zwar ein bisschen bitter, „aber der Asta ist auch manchmal ein bisschen bitter“.

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2008

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