Die FU in der Hosentasche

Die FU hat endlich eine eigene App. Über den Browser in Laptop, Smartphone und PC lässt sich Cassis erreichen. Gemeinsam mit den Studierenden wollen die Entwickler an neuen Features arbeiten. Von Enno Eidens

Auf der Campuskarte lässt sich jetzt schon der Mensa-Speiseplan einsehen. Weitere Features sollen folgen (rechtes Bild). Fotos: Screenshots

Auf der Campuskarte lässt sich der Mensa-Speiseplan einsehen. Weitere Features sollen folgen (rechtes Bild). Fotos: Screenshots

Seit Kurzem ist er für jeden verfügbar: Cassis“. Der Campus-Assistent der FU. Unter https://cassis.fu-berlin.de/ kann jeder Nutzer mit einem halbwegs aktuellen Endgerät auf die Software zugreifen. Ob Laptop, Smartphone oder PC ist dabei egal – Cassis läuft im Browser. Mit Maus oder per Touchscreen lassen sich so die bisher noch wenigen Funktionen abrufen.

Wirklich nützlich ist die Campus-Karte. Hier sind alle Gebäude der FU, gefiltert nach Funktion, auf einer Karte von Berlin eingezeichnet. Tippt man ein Gebäude an, erhält man weitere Informationen. Besonders praktisch ist dies bei den Mensen, die ihre Speisepläne regelmäßig einstellen. Neben der Karte kann über die App noch auf einen Aufgabenplaner und einen Kalender zugegriffen werden. Hier kann der User selbst Einträge machen, oder aus vorgefertigten Angeboten wählen. So gibt es zum Beispiel Aufgabenpakete für Erstis, die sich so den Studieneinstieg erleichtert können. Auch der eigene Blackboard-Kalender lässt sich einpflegen.

Funktionen noch in Planung

Trotz des hübschen Designs und der ansprechenden Funktionen hat Cassis“ noch klare Mängel, denn die App bietet bisher kaum Mehrwert. Die Karte ist nützlich, unterscheidet sich aber kaum von Diensten wie Google Maps oder Open Maps. Auch Kalender und Aufgabenplaner sind keine Neuheiten. Spannend ist jedoch die Zukunft der Anwendung. Achim Hoch und Timo Göttel, die alleinigen Programmierer der Software am CeDiS planen nämlich, gemeinsam mit Studierenden an neuen Features zu arbeiten. Über einen Ideen-Button kann jeder Nutzer Wünsche für neue Funktionen einreichen. Diese werden geprüft und eventuell in Zukunft mit Hilfe der IT-Studierenden an der FU umgesetzt. Am Geld soll es dabei nicht scheitern, denn Cassis“ wird bisher durch staatliche Fördermittel finanziert.

Hoch und Göttel denken auch darüber nach, einen Grundriss für die Rost- und Silberlaube anzubieten. Sehr praktisch wären auch Termine und öffentliche Kalender von Instituten und Veranstaltern auf dem Campus. So könnten zum Beispiel Termine der Hochschulpolitik, aber auch Parties oder Einführungsveranstaltungen viel leichter gefunden werden. Denkbar wäre natürlich auch eine Verschmelzung mit anderer Software der FU, wie beispielsweise dem Blackboard oder Campus-Management. Diese Entwicklung ist allerdings noch in weiter Ferne und hängt auch vom Interesse an der App ab.

Viel kreativer Spielraum

Software wie Cassis“, die für und mit Studierenden entwickelt wird, ist deutschlandweit bisher sehr selten anzutreffen. Für die FU ist das eine gute Chance, zum technischen Aushängeschild zu werden. Die Entwickler von Cassis“ freuen sich auf kreatives Feedback der Nutzer und wollen ihre App zum Semesterstart prominent bewerben: Jeder, der sich beim Ausbau der App beteiligen möchte, kann schon jetzt alle Features ausprobieren und beim Verbessern mithelfen.

 

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2010

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1 Response

  1. Cassis-Team sagt:

    Hier kann man aktuelle Meldungen zu Cassis verfolgen: http://blogs.fu-berlin.de/cassis/

    Liebe Grüße vom Cassis-Team

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