Ist Widerspruch zweckhaft?

Muss während eines Interviews problematischen Aussagen direkt widersprochen werden? Während unserer Interviewserie wurde diese Frage heftig diskutiert. Julian Jestadt und Lukas Burger sind unterschiedlicher Meinung.

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Vor der Abgeordnetenhauswahl haben wir in einer Interviewserie Politiker verschiedener Parteien zu Wort kommen lassen. Unter anderem sprachen wir mit Georg Pazderski von der AfD. Wir wählten damals ein Format, in dem wir allen Kandidaten die gleichen Fragen stellten und gemachte Aussagen weitgehend unkommentiert ließen. Dieses Format ist mehrfach auf Kritik gestoßen. Auch in der Redaktion hat dies Anstoß zu Diskussionen gegeben. Muss politischen Aussagen immer widersprochen werden? Zwei unserer Autoren haben ihre Argumente für uns zusammengefasst:

Pro: Journalismus muss die demokratische Diskussion in Gang halten. Deshalb muss er politischen Positionen immer kritisch begegnen. Gerade bei der AfD ist das besonders wichtig, weil sie die Diskussion selbst gefährdet, findet Julian Jestadt.

Contra: Muss während eines Interviews problematischen Aussagen direkt widersprochen werden? Nicht zwangsläufig. Man darf dem Leser ruhig Eigenverantwortung zugestehen, meint Lukas Burger.

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2008

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