Gute Arbeit, gute Löhne!

Wer wichtige Arbeit für die Uni leistet, sollte dafür auch angemessen bezahlt warden. Die geforderte Lohnerhöhung ist also mehr als überfällig, findet Leonhard Rosenauer.

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Obwohl die Rot-Rot-Grüne Regierung im Koalitionsvertrag verspricht, den bundesweit einzigartigen studentischen Tarifvertrag zu erhalten und auszubauen, erweisen sich die Verhandlungen weiterhin als zäh und die Angebote seitens der Freien Universität als kümmerlich.

Das ist skandalös, denn eine Lohnerhöhung für studentische Beschäftigte wäre dringend nötig. Steigende Lebenshaltungskosten haben den Reallohn seit 2001 drastisch schrumpfen lassen. Nach Steuern bleibt studentischen Hilfskräften, die mehr als die gesetzlich steuerfreien Beträge erarbeiten, ein Nettolohn unter 10€ pro Stunde. Damit verdienen sie deutlich weniger als viele Werkstudiereden im privaten Sektor, wo Löhne wie 15€ pro Stunde keine Seltenheit mehr sind, und können auch nicht – wie etwa Studierende, die in der Gastronomie tätig sind – auf ein üppiges Trinkgeld hoffen.

Hungerlohn trotz hoher Qualifikation

Dabei leisten studentische Hilfskräfte einen wichtigen Beitrag zum reibungslosen Ablauf der Forschung und Lehre an Berliner Hochschulen. Viele von ihnen sind außerdem bereits durch einen ersten Hochschulabschluss qualifiziert.

Der unhaltbare Zustand, was die Löhne betrifft, wird dem eigenen Anspruch des Berliner Senats sowie der Unileitungen auf soziale Gerechtigkeit und faire Entlohnung nicht gerecht. Die Forderung der Gewerkschaft nach einem Bruttolohn von 14€ pro Stunde ist daher mehr als gerechtfertigt und sollte seitens der Universitätsleitung erfüllt werden.

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2008

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