Reform von uni-assist macht Fortschritte

Der AS ist zum ersten Mal nach der Wahl in neuer Besetzung zusammengetreten. Thema war wieder einmal der umstrittene Verein uni-assist. Außerdem gab es News zur Campuscard. Von Corinna Segelken

uni-assist soll bei Studienbewerbungen aus dem Ausland helfen. (Foto: Marius Mestermann)

uni-assist kümmert sich um Studienbewerbungen aus dem Ausland. Foto: Marius Mestermann

Nachdem aufgrund der missglückten Wahlen die letzte Sitzung noch in alter Besetzung stattfinden musste, trat der neue Akademische Senat (AS) der Freien Universität in dieser Woche erstmals zusammen. FU-Vizepräsident Klaus Hoffmann-Holland verkündete eine Reihe von Maßnahmen, mit denen die Uni eine Verbesserung des umstrittenen Vereins uni-assist erreichen will.

Der Verein, der 2003 von 41 deutschen Hochschulen, der Hochschulrektorenkonferenz und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gegründet wurde, ist für die Bewerbungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen verantwortlich. Alleine könne die FU dieses Verfahren niemals stemmen, so Hoffmann-Holland, weil unter anderem die Überwindung sprachlicher Hürden einen enormen Aufwand bereite.

Doch der Verein steht schon lange in der Kritik. Vor zwei Jahren protestierten Studierende gegen die “diskriminierende und intransparente” Zulassungspraxis. Pro Erstbewerbung verlangt der Verein nach eigenen Angaben 75 Euro an “Bearbeitungskosten” – eine Möglichkeit, den Stand ihres Antrags einzusehen, haben Bewerber*innen jedoch nicht.

FU setzte sich für Verbesserungen bei uni-assist ein

Bei den vor einem Jahr angekündigten Verbesserungen sei man nun um einiges voran gekommen, so Hoffmann-Holland. Großen Handlungsbedarf gab es bei der Einheitlichkeit des Systems. Da jede Hochschule unterschiedliche Anforderungen für einen Studiengang hat, kam es vor, dass Bewerber*innen zwar die notwendigen Unterlagen einer Hochschule einreichen konnten, diese für eine andere aber nicht genügten. Jetzt gibt es zumindest für alle Berliner Hochschulen einheitliche Anforderungen. Auch die Bearbeitungszeiträume seien nun vereinheitlicht.

Zum nächsten Jahr soll auch die Einsicht in den Bewerbungsstand verbessert werden. Sei es dort bisher “wie in einem Bermudadreieck” zugangen, könnten Bewerber*innen künftig den aktuellen Status ihres Antrags online einsehen. Hinsichtlich der häufig kritisierten Gebühr erklärte Hoffmann-Holland, der neue Berliner Hochschulvertrag 2018/2020 enthalte einen Passus, nach dem “das Land sich dafür einsetzen werde, dass der Bund die Kosten für Bewerbungen von ausländischen Bewerber*innen trägt”. Laut uni-assist-Website übernimmt schon jetzt die TU Berlin die Kosten für jegliche Master-Bewerbungen, ebenso die Uni Potsdam mit einer Ausnahme. Für Geflüchtete springt der DAAD ein.

Die Campuscard kommt (langsam)

Auf Nachfrage der studentischen Vertreter*innen gab FU-Kanzlerin Andrea Bör außerdem bekannt, dass ab Wintersemester 2017/18 die langersehnte Campuscard zum Einsatz kommt. Bislang sind FU-Studierende auf einen Papierausweis und eine separate Guthabenkarte angewiesen. Da die vollständige technische Umstellung noch bis Sommersemester 2018 dauern wird, könne sie zunächst nur in Kombination mit dem altgedienten Ausweis genutzt werden. Auch werden die Schließfächer der Bibliotheken vorerst nicht mit der Campuscard nutzbar sein.

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2008

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