StuPa: FU soll fragwürdige Investitionen stoppen

Das Studierendenparlament fordert die Unileitung auf, kein Geld in Rüstungs- und Ölkonzerne zu stecken. Hintergrund ist eine Recherche des Neuen Deutschland. 

Keine FU-Kohle für Kohlekonzerne mehr, fordern die Jusos. Foto: Johannes Plenio / unsplash.com

Das Studierendenparlament hat in der gestrigen Sitzung den Beschluss gefasst, das Präsidium aufzufordern, das universitäre Kapital aus ethisch fragwürdigen Anlagen zurückzuziehen. Im von der Juso-Hochschulgruppe vorgelegten Dokument heißt es: „Die FU muss als Vorbild fungieren und darf ihr Vermögen nicht auf verantwortungslose Konzerne umlegen.“ Die Universität habe als öffentliche Einrichtung eine gesellschaftliche Verantwortung; die Investition in Unternehmen, die auf fossile Energien setzten, widerspreche dem Anspruch der umweltverträglichen Hochschule. 

Im August enthüllte das Neue Deutschland (ND), dass die Freie Universität etwa 6,5 Millionen Euro in Fonds, Aktien und Anleihen investiert hat, die unter anderem Kohle-, Öl-, Rüstungs- sowie Immobilienkonzerne mitfinanzieren. Mit der Rendite werden Sammlungen, Stipendien und Forschungsreisen finanziert. Die Universität versprach auf ND-Anfrage, ihre Finanzanlagen zu überprüfen. Das Thema wurde auch bei der Klimastreikwoche diskutiert. Mit der offiziellen Forderung des Studierendenparlaments wächst der Rechtfertigungsdruck auf das Präsidium.

Autor*innen

Jette Wiese

Hochschuldemokratiefetischistin und Politikressortleiterin. Lieber lange Wörter als Langeweile.

Julian von Bülow

erkennt das doppelte Leerzeichen im Text auch noch aus 5000 Pixel Entfernung und ist ein kleiner Teil des Mediensystems im Mikrokosmos FU Berlin.

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