AS: Blick in die Zukunft

Die dritte Sitzung des Akademischen Senats im Coronasemester: Onlineprüfungen, verschobene Semesterzeiten und gute Nachrichten für trans* Studierende. Ein Überblick von Maj Pegelow.

AS im Exil. Foto: Julian Sadeghi

Die Mitglieder des Akademischen Senats (AS) mussten am vergangenen Mittwoch erneut ihre Sitzung im Audimax veranstalten – ohne Tische und unter Wahrung der Abstandsregeln. Das Gremium beschäftigte sich vor allem damit, den Umgang der FU mit der Corona-Pandemie weiter zu regeln.

Prüfungen im Sommersemester

Die Prüfungen im Sommersemester sollen weitestgehend online stattfinden. Nähere Informationen zur Umsetzung wurden nicht genannt.

Die Studierendenvertreter*innen beantragten, dass gescheiterte Prüfungsversuche bis zu Beginn des Wintersemesters 20/21 nicht als solche gezählt werden sollen. Der AS lehnte den Antrag ab. Zur Begründung hieß es unter anderem, die Vergleichbarkeit mit Prüfungen anderer Jahrgänge sei dann nicht gegeben, da die Prüfungen unter dieser Auflage von Studierenden möglicherweise nicht ernst genommen werden.

Die Prüfungen sollen laut Vizepräsident Hauke Heekeren jedoch mit mehr Kulanz behandelt werden. So soll es auch nach Beginn der Prüfung möglich sein, unentschuldigt von der Onlineklausur zurück zu treten. Auch technische Probleme während einer Klausur seien ein Grund, den Prüfungsversuch zurückzuziehen. 

Heekeren korrigierte sich nach Veröffentlichung dieses Artikels jedoch: Der Abbruch einer bereits angefangenen Prüfung sei nur möglich, wenn ein triftiger Grund vorliege, teilte er der FURIOS mit. „Wird jedoch eine Onlineklausur aus technischen Gründen abgebrochen, so gilt die Prüfung als nicht erbracht und zählt nicht.“

Namensänderungen für trans* Studierende

Die Vizepräsidentin Veronika Blechinger-Talcott stellte ein Pilotprojekt vor, mit dem trans* Studierende nun in Blackboard und Webex ihren Namen ändern können. Dafür müsse ein Antrag gestellt und eine Kopie des dgti-Ausweises, der als Ergänzungsausweis zum Personalausweis für Trans*personen dient, vorgelegt werden. Studentische Vertreter*innen begrüßten das Projekt, kritisierten jedoch, dass Namensänderungen auch weiterführend auf Dokumenten möglich sein sollen. Dem stehe rechtlich nichts im Wege. 

Blick ins Wintersemester 20/21

Der Akademische Senat bestätigte den Beginn der Vorlesungszeit des Wintersemesters 20/21 am 2. November 2020. Grund seien die verschobenen Abiturprüfungen. Die Vorlesungszeit des Wintersemesters wird zudem nur um eine Woche verlängert und geht bis zum 27. Februar 2021. Man gehe davon aus, dass das Sommersemester 2021 wieder im Präsenzbetrieb stattfinden kann, sodass die vorlesungsfreie Zeit nicht noch mehr verkürzt werden soll. 

Im Wintersemester 20/21 soll so viel Präsenzbetrieb wie möglich stattfinden. Präsident Günter Ziegler betonte, dass die FU so kurz wie möglich wie eine online-Uni agieren solle.  Ab einer bestimmten Veranstaltungsgröße können Veranstaltungen jedoch nur online stattfinden. Unter den momentan erforderlichen Hygieneregelungen dürften in einem Hörsaal mit 200 Plätzen etwa 40 Studierende sitzen. Man erwäge auch eine Ausweitung der Seminarzeiten von acht bis 20 Uhr unter der Woche. Auch Seminare am Wochenende seien denkbar. 


Update 25.06.: Ergänzung um Hauke Heekerens Aussage in kursiv.

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