Jobsuche für Studierende schwierig in Coronazeiten

Während des Studiums in den Arbeitsmarkt einzusteigen war nie eine leichte Aufgabe – und ist durch die Pandemie noch schwieriger geworden. Luiza Negretto Gehrke und Luiza Greve Milke haben für euch ein paar Tipps gesammelt.

Ist der Lebenslauf für die Bewerbung noch aktuell? Bild: Luiza Negretto Gehrke

„Nach gründlicher Analyse der Vielzahl an eingegangenen Bewerbungsunterlagen müssen wir Ihnen mitteilen, dass Ihre Bewerbung für das weitere Auswahlverfahren leider keine Berücksichtigung findet.” Wer sich gerade für einen Job neben dem Studium bewirbt, hat sicher schon mal diese oder eine ähnliche Nachricht bekommen. Durch die Coronapandemie ist die Zahl der Stellenanzeigen in den letzten Monaten stark gesunken und Studierende scheinen besonders stark betroffen zu sein. Laut einer Studie der Jobplattform Indeed sind die Stellenausschreibungen für Studierendenjobs zwischen Februar und September 2020 im Vergleich zu 2019 stark gesunken. In Berlin wurde die Anzahl der Jobangebote für Studierende fast halbiert.

Häufig haben Studierende Minijobs oder Aushilfsstellen. Das sind keine Haupttätigkeiten, was Arbeitgeber*innen die Entscheidung erleichtert, wenn sie während Krisenzeiten Leute entlassen müssen. Zusätzlich zum  Stellenmangel führt das dazu, dass gerade besonders viele Studierende auf der Suche nach einer Nebentätigkeit sind. Für diese Suche ist es wichtig, sich schon im Voraus Gedanken darüber zu machen, ob der Nebenjob etwas Beliebiges sein kann, oder mit dem Studium zu tun haben soll. Um euch dabei zu helfen, auf die richtige Weise zu suchen, haben wir ein paar Berliner Studierende gefragt, welche Portale geeignet sind.

Welches Portal passt zu meiner Jobsuche? Großes X: vielversprechend. Kleines x: mittelmäßig. Erhebung: Luiza Greve Milke

Abseits der gängigen Portale

Auch der Career Service der FU hat sich die Mühe gemacht, Stellenbörsen zu verschiedenen Aufgabengebieten zu finden. Dort findet man Anzeigen zu den Bereichen IT und Multimedia, Naturwissenschaften oder Recht und Verwaltung. 

Häufig helfen auch altmodische Mittel: Einfach mal anrufen und nach freien Stellen fragen oder Initiativbewerbungen schicken. Manche Arbeitgeber*innen schreiben traditionell ihre Stellenangebote an den Türen der Geschäfte aus, es kann sich also lohnen, auf Schaufenster zu achten. Bei Ebay Kleinanzeigen sollte man hingegen vorsichtig sein. Eine eigene Anzeige als Jobsuchende*r zu schreiben kann vielleicht mehr Ergebnisse liefern als auf Anzeigen von Arbeitgeber*innen zu antworten. Einige Studentinnen berichten aber, dass ihre persönlichen Anzeigen mit unseriösen Angeboten beantwortet wurden.

FU als Vermittlerin

Besonders geeignet für die Suche nach studiumsbezogenen Arbeitsstellen sind die Mailinglisten, die manche Fachbereiche und Institute zur Verfügung stellen. Darüber werden Stellenangebote regelmäßig verschickt und man kann sich direkt mit den Arbeitgeber*innen in Kontakt setzen.

An der FU ist der Zugang zu den Mailinglisten leicht online zu erhalten. Allerdings betreiben nur diese Fachbereiche und Institute einen Verteiler:  

  • Filmwissenschaft und Theaterwissenschaft
  • Mathematik, Informatik und Bioinformatik
  • Publizistik- und Kommunikationswissenschaften
  • Otto-Suhr-Institut (Politikwissenschaft)

Momentan ist sicher nicht die beste Zeit für die Suche nach dem Nebenjob eurer Träume. Allerdings gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich auf die Schnelle etwas zu suchen. Also nicht den Kopf hängen lassen!

Autor*innen

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.