How to Campus: Die Mensen

Du bist neu an der Uni und fühlst dich noch ganz verloren im Dschungel der FU? Keine Angst! Wir sind für dich da und versorgen dich mit allen wichtigen Infos rund um den Campus. Heute auf dem Menü: Die Mensa. Ganze sechs Mensen hat die FU, aber was können sie? Julia Schmit hat alle getestet.

Besser als jedes Meal-Prepping: Die Essensauswahl an den Mensen der FU ist vielfältig. Fotos: Julia Schmit

Die Riesige: Mensa FU II

Die FU II in der Silberlaube ist mit Abstand die größte Mensa der Universität. Dort verlierst du dich schnell zwischen Schwarzkümmelbratlingen und Kaiserschmarrn. Es ist laut und zur Rushhour um 11:52 Uhr besonders voll. Aber: Es lohnt sich! In dieser Mensa kannst du eine vollwertige Mahlzeit für unter 3 Euro essen und hast eine riesige Auswahl. Von vegetarisch über vegan bis geschnetzelt ist alles dabei. Besonders schön ist es bei gutem Wetter, wenn man draußen unter den Kastanienbäumen sein Essen genießen kann. Das Beste hier sind ohne Zweifel die Rosmarinkartoffeln! Essentiell ist außerdem die Station nach der Kasse, wo du dein Essen mit Gewürzen und Dressings, wie Olivenöl, Pfeffer und Zitronensaft aufpeppen kannst. 

Hot Tip: Bei der Salatbar heißt es hochstapeln. Eine kleine Salatschale kostet nur 65 Cent. Die ist aber auch wirklich sehr klein. Nach einigem Üben ist es allerdings ein Leichtes, auch in der Minischale einen Monstersalat zu erschaffen. 

Die Kleine aber Feine: Mensa Koserstraße 

Diese Mensa eignet sich aufgrund ihres Standortes besonders für Studierende der Geschichte, Kunstgeschichte und Veterinärmedizin. Sie ist kleiner und entspannter als die große Mensa in der Silberlaube, es gibt dadurch allerdings weniger Auswahl. Aber auch hier kannst du ein leckeres 3-Gänge-Mensa-Menü genießen, wie zum Beispiel kürzlich eines aus Gemüsesuppe, Bulgur-Gemüse-Pilaw und Schokoladenpudding. Mit den schönen Stühlen, Bankecken und Spiegeln an beiden Enden des Raumes hat diese Mensa fast ein bisschen Pariser Bistro-Flair. 

Hot Tip: In dieser Mensa kannst du wunderbar das Spiel „Tiermedizin oder Kunstgeschichte” spielen,  bei dem erraten werden muss, was die Leute studieren, die am Nebentisch speisen. 

Die Versteckte: Mensa Pharmazie

Diese Mensa ist direkt im Fachbereich Biologie, Chemie und Pharmazie angesiedelt, besonders experimentell geht es hier aber nicht zu. Im Souterrain des Gebäudes, fast versteckt, ist sie – klein, aber nicht ungemütlich. Fotografien von Knospen und Blättern schmücken die Wände und man speist auf himmelblauen Sofabänken, die bequemer als die herkömmlichen Stühle sind. Es gibt hier nur etwa ein Dutzend Tische und der Vibe ist sehr entspannt. In Laufnähe liegt außerdem das Institut für Theater- und Filmwissenschaft. 

Hot Tip: Verdauungsspaziergang? Direkt neben dem Gebäude liegt der Botanische Garten. Wunderschön und besonders jetzt im Frühling definitiv einen Besuch wert: Zum Flanieren unter Kirschblüten nach dem Mensa-Date.

An der Salatbar wollen wir hoch hinaus. Foto: Julia Schmit

Die Helle: Mensa Lankwitz 

Von drei Seiten aus Glasfronten bestehend ist diese von allen Mensen architektonisch die aufregendste. Leider ist sie gerade von einem Gerüst umgeben, genug Licht kommt aber trotzdem hinein. Mensende blicken in die frühlingsgrünen Bäume sowie über den Campus Lankwitz, auf dem sich die Institute für Geographie, Geologie und auch das Universitätsarchiv befinden. Die Atmosphäre in dieser Mensa ist super, alle scheinen sich zu kennen und zu mögen. Hier muss sich niemand schämen, Kartoffeltaschen mit Salzkartoffeln zum Mittag zu essen.

Hot Tip: Weshalb das so ist, muss ein Mysterium bleiben, aber einzig und allein in dieser Mensa gibt es am Ausgang eine Flasche Tabasco zum Verfeinern des Essens. Wer es also scharf mag, wird in Lankwitz glücklich.

Die Achteckige: Mensa Herrenhaus Düppel

Nur etwa einen Kilometer von der Grenze zu Brandenburg entfernt ist diese Mensa JWD. Außer du hast Dringendes in der Kleintierklinik der FU zu tun, wird es dich kaum hierher verschlagen. Die Mensa befindet sich ganz schnuckelig in einem gläsernen Pavillon-Anbau des alten Gutshofes auf dem Campus Düppel, der von wildem Wein umrankt wird. Kulinarisch passiert hier wenig Aufregendes, aber es ist hell und freundlich. Wenn du schon mal hier sein solltest, kannst du dir die Veterinärmedizinische Bibliothek anschauen, die in einer ehemaligen Reithalle aus Backstein angesiedelt ist. Dort ist ein Giraffenskelett zu bestaunen.

Hot Tip: Nicht so genau hinhören, was am Nebentisch besprochen wird. Mitarbeiter*innen der Institute für Parasitologie, Lebensmittelhygiene und Tierseuchen essen hier zu Mittag. 

Die Vegetarische: Mensa FU I

Diese Mensa in der Nähe des Henry-Ford-Baus und somit ideal für Jurist*innen, Wiwiss- und Powi-Studis gelegen. Sie ist eigentlich die coolste Mensa der ganzen Uni und noch dazu völlig fleischfrei. Besonders schade deswegen, dass sie momentan geschlossen ist. Laut Studierendenwerk wird sie zum Wintersemester 2022 mit „neuem Konzept” wieder öffnen. Wir sind gespannt!

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