Noten in die Tonne?

Köpfe rauchen und Tischplatten biegen sich unter Büchern – die Klausurenphase ist eingeläutet. Und mit ihr die Frage, wie die Welt wohl ohne Noten aussähe. Lucian Bumeder und Kim Mensing im Pro und Contra.

Maßstab muss sein

Sie entscheiden über unsere Zukunft und nur allzu oft treiben sie uns zur Verzweiflung: beliebt sind Noten wohl bei keinem Studenten. Lucian Bumeder findet dennoch: Wer Gerechtigkeit will, ist auf sie angewiesen.

Gut Wissen braucht Weile

Kim Mensing kann Noten nicht viel abgewinnen. Denn am Ende zählt nicht die Zahl, sondern der Grips. Und der hat nur eine Chance, wenn der Druck aus dem Lernen genommen wird.

Was darf Gleichstellung kosten?

Das Studentenwerk Berlin soll in „Studierendenwerk” umbenannt werden – für knapp 800.000 Euro. Ein Skandal, findet Alexandra Brzozowski, denn das Geld wäre woanders besser aufgehoben.

Prüfer überprüfen!

Jedes Semester bewerten Studierende an der FU ihre Lehrveranstaltungen. Von den Ergebnissen hören sie meistens nie wieder etwas. Die Uni sollte die Evaluation besser nutzen, findet Max Krause.

Die Hausarbeit muss bleiben

Die Uni ohne Hausarbeiten – ein Traum? Die wenigsten Studenten würden der zeitaufwendigen Prüfungsform nachtrauern. Doch wir können auf sie nicht verzichten, mahnt Cecilia T. Fernandez.

Mit Kinderwagen auf den Campus

Weil Elternglück und Studienabschluss sich nicht widersprechen sollen, stellt die FU jungen Eltern viele Erleichterungen zur Verfügung. Diese reichen aber nicht aus, findet Sarah Ashrafian.

Die Uni, dein Zuhälter

Einige Hochschulen in Deutschland führen Listen mit den Namen ihrer besten Studenten. Diese Aufstellungen verkaufen sie dann an große Unternehmen. Das ist eine Unverschämtheit, findet Sophie Krause.

Studieren ohne Pflicht

Die Anwesenheitspflicht führt zu besseren Noten im Studium. Das zumindest will eine Studie der Uni Hamburg herausgefunden haben. Doch daraus sollte man keine falschen Schlüsse ziehen, findet Lukas Burger.

Probieren geht über Studieren

Fast die Hälfte aller Studierenden bricht ihr Studium ab. Das ist das alarmierende Ergebnis einer OECD-Studie. Doch ein Studienwechsel bedeutet noch lange kein Scheitern, findet Evelyn Toma.

FU übernimmt endlich Verantwortung

Ob NS-Opfer auf dem Campus verscharrt wurden, ist bis heute unklar ­– die dort gefundenen Knochenreste wurden vorschnell verbrannt. Jetzt will die FU den Fall endlich aufklären. Gut so, findet Alexandra Brzozowski.

Öffnet die Türen!

Die neue Campusbibliothek ist mittlerweile nicht mehr über den Rudi-Dutschke-Weg erreichbar. Judith Hollnagel versteht nicht, warum ausgerechnet der benutzerfreundlichste Eingang geschlossen wurde.

FU zeigt Charakter

Der Akademische Senat lehnt den Wunschkandidaten für eine Honorarprofessur ab. Damit demonstriert die FU nicht nur Stärke, sondern auch, dass wir auf den studentischen Einfluss stolz sein können. Von Lukas Burger

Nackt geht immer

Die Tiermediziner der FU entblößen sich für einen Kalender. Sie wollen damit ihren Abschlussball finanzieren. Nicht sehr originell, aber kein Grund zur Empörung, findet Alexandra Brzozowski.

Lieber Fachidiot als Tausendsassa!

Experten attestieren Universitäten, nur Fachidioten zu produzieren. Schuld daran sollen Studiengänge wie Pferdewissenschaften an der FU sein. Eva Famulla kontert: konkrete Studienrichtungen sind besser als Einheitsbrei.