FURIOS 06 – HEIMAT | FURIOS Online

FURIOS 06 – HEIMAT

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Liebe Kommilitoninnen,
liebe Kommilitonen,

lehnt Euch einen Moment zurück, macht es Euch bequem. Denkt an zu Hause, an den moosigen Geruch des Schwarzwaldes, die bayrische Blasmusik, den wohltuenden Köllner Dialekt: Fühlt Euch ganz daheim! Und – spürt ihr es, das Heimatgefühl?

Selbst wenn es gerade für einen kleinen Moment da war, wurde es doch schon im nächsten von der gierigen Meute in der Mensa niedergetrampelt oder zwischen den anderen tausend unbekannten Gesichtern beim Spurt zum Seminar verpufft. Wer soll hier heimisch werden? Die meisten von uns haben ihr Zuhause zurückgelassen. Es zieht uns in die Ferne, neue Orte zu entdecken, Erfahrungen zu sammeln. Auf dieser ständigen Flucht nach vorn bleibt uns selten die Zeit, darüber zu sinnieren, wo wir uns tatsächlich zu Hause fühlen.

Also begeben wir uns auf die Suche – nach einem Gefühl, das sehr flüchtig scheint, obwohl es doch eigentlich an einen festen Ort gekoppelt ist. Anchalee Rüland spürt den Wurzeln des Begriffs nach und erkennt, dass Heimat für uns umso mehr Bedeutung gewinnt, je weiter sie entfernt ist. Catharina Tews traf sich mit Moritz von Uslar, der für kurze Zeit die Hauptstadt gegen die brandenburgische Provinz eintauschte und dabei eine selbstverständliche Verbindlichkeit vorfand. Ein besonders vertracktes Gefühl ist es, fern von daheim zu sein, wenn sich dort gerade eine Revolution abspielt. Michael Wingens und Filip Tuma unterhielten sich mit zwei Studentinnen aus Kairo, die genau das durchleben mussten. Ob es letztlich möglich ist, sich in Berlin ein warmes Nest einzurichten, diese Frage stellt sich Hendrik Pauli und beschreibt dabei eine nicht ganz unkomplizierte Liaison. Der Flaneur schließlich ließ sich dazu bewegen, für uns ein paar Orte der Ruhe und Besinnung ausfindig zu machen. Auf was er dabei stieß – lest selbst!

Wer mit dem Heft durch ist und nicht genug haben kann, findet aktuelle Nachrichten, Reportagen und Veranstaltungstipps rund um die FU auf furios-campus.de.

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch
Eure FURIOS-Redaktion

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Heftbonus: „Jeder Tag, an dem man nicht urteilt, ist ein gewonnener Tag.“

Für die Recherche verbrachte er drei Monate in der brandenburgischen Provinz Zehdenick alias „Oberhavel“ - irgendwo zwischen Hartz IV-Avantgarde und dem Witz des Dahingelaberten. Moritz von Uslar über sein neues Buch „Deutschboden/ Eine teilnehmende Beobachtung“. Das Gespräch führte Catharina Tews.  » weiterlesen