Spiele im strömenden Regen

Die Hochschulmeisterschaft im Beachvolleyball bildete vergangene Woche den Anfang einer Reihe neuer Veranstaltungen des Hochschulsports. Mareike Edler war dabei, als 110 Teams dem Regen trotzten.

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Der „Beach Mitte“ am Berliner Nordbahnhof verspricht Sommergefühle und einen Hauch von Strandurlaub in der Stadt. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften war davon allerdings nicht viel zu spüren. Am Montag und Dienstag vergangener Woche hatten die 110 teilnehmenden Teams aus ganz Deutschland immer wieder mit heftigen Regenschauern und Wind zu kämpfen. Die größtenteils sehr erfahrenen Mannschaften ließen sich davon aber wenig beeindrucken und wer gerade nicht spielen musste, verkroch sich unter dem schützenden Dach der Strandbar. Martin Henske, Turnierleiter vom „Beach Mitte“, nahm die Lage mit Humor: „35 Grad und brennende Sonne wären ja auch nicht gut.“

Am Mittwoch musste das Finale dann aber doch aus dem Dauerregen in das Indoor Beach Center verlegt werden. Deutsche Hochschulmeister wurden bei den Herren Paul Becker von der Uni Mainz und Jan Romund von der Uni Münster mit 2:0 Sätzen. Bei den Damen entschieden Silke Schrieverhoff und Melanie Preußer von der DSHS Köln ein hart umkämpftes Endspiel mit 2:1 Sätzen für sich. Beide Teams haben sich damit für die Europäischen Hochschulmeisterschaften auf Zypern qualifiziert.

Unisport als Erlebnis

Für die Zentraleinrichtung Hochschulsport (ZEH) der Freien Universität war dies die erste Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft. „Beachvolleyball ist eine sehr attraktive Sportart”, findet Jörg Förster, Direktor der ZEH. An der FU gäbe es viele Kurse, die auch am „Beach Mitte“ stattfinden. Nicht zuletzt wegen der engen Kontakte zu dieser Anlage mit ihren über 40 Feldern habe man sich für die Ausrichtung des Wettbewerbs entschieden.

„Der Unisport wird häufig als bloßes Freizeitsportangebot wahrgenommen“, bemängelt Förster. Für Wettkämpfe seien eher die Vereine bekannt. „Ich schätze die besondere Atmosphäre bei Turnieren im Hochschulsport“, sagt er. Natürlich sei es ein Wettkampf, aber eben auch eine Möglichkeit für die Studierenden, mit Kommilitonen aus ganz Deutschland und aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen in Kontakt zu kommen.

Mehr Veranstaltungen in Planung

Auch wenn keine Mannschaft von der FU beim Turnier startete, war der Wettbewerb ein Erfolg für das Team der Organisatoren von der ZEH. Für sie war das Turnier eine Vorbereitung für weitere Veranstaltungen. Gerade der wetterbedingte Umzug in eine Beachhalle sei eine wichtige Lektion in Logistik gewesen, so Förster. In Zukunft will die ZEH mehr Events dieser Art veranstalten. Im Herbst startet beispielsweise eine Turnierserie im Basketball. Außerdem sind Zumba-Events und eine Salsa Convention geplant.

Durch Kooperationen mit verschiedenen Berliner Sportclubs haben Studierende zudem die Möglichkeit, zu vergünstigten Konditionen den Profis über die Schulter zu schauen. „Wer sich durch den Hochschulsport für Handball begeistert, möchte sicher gerne auch einmal die Füchse Berlin spielen sehen”, vermutet Förster. Sobald die Bauarbeiten rund um die Rost- und Silberlaube abgeschlossen seien, wolle man auch Sportereignisse auf dem Campus planen, bei deren Organisation die Studierenden eingebunden werden sollen. Es sei schließlich auch Aufgabe des Unisports, das gesellschaftliche Leben an der Uni zu bereichern und zum Miteinander der Studierenden beizutragen.

Autor*in

FURIOS Redaktion

Unabhängiges studentisches Campusmagazin an der FU seit 2008

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