Der FU-Memelord

Müsste man ein popkulturelles Internetphänomen des dritten Jahrtausends wählen, es wären die Memes. Seit Mai gibt es einen Instagram-Account, der die Studis mit FU-spezifischem Content versorgt. Julian von Bülow hat mit dem Memelord gesprochen.

„Es sind ja meist Kleinigkeiten aus dem Alltag. Die Leute erkennen sich wieder.“
Bild: FU Meme Page

Anonym möchte er bleiben. Lediglich, dass er nicht erst seit zwei, drei Semestern an der FU ist und „etwas Soziales“ studiert, gibt der Mensch hinter den FU Berlin Memes über sich preis. Privat achte er nicht auf Likes, Shares und Follows, doch seit dem 23. Mai konnte er schon mehr als 1.100 Follower*innen verbuchen. Das Rezept: Memes aus dem Alltag an der FU. Eine virtuelle Vernissage inkl. Interview in fünf Bildern.

FURIOS: Wie bist du auf die Idee gekommen, eine Meme-Seite zu gründen?

Tatsächlich war das in der Badewanne. Ich hab in einer Insta-Story von einem Bekannten gesehen, dass bei denen auf der Arbeit das Regenwasser durch die Zimmerdecke in Eimer tropft. Da musste ich direkt an die Philologische Bibliothek denken. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass der FU eine Meme-Seite fehlt.

FURIOS: Wird es mit der Zeit schwieriger, Ideen zu finden?

Ich hab eine Liste mit Ideen, die arbeite ich nach und nach ab. Die FU bietet genug Material, um sich über etwas lustig zu machen. Ich glaub dennoch, dass die Studis hinter der Uni stehen. Ich würde das nicht machen, wenn ich die FU nicht mögen würde. Ich folge den meisten FU-Accounts, Fachschaftsinitiativen, aber auch anderen Meme-Seiten, um neue Ideen zu sammeln. Das Studierendenwerk hat z.B. zuletzt ein Bild gepostet, dass ihnen häufig die Tassen geklaut werden. Da hab ich dann im Umkehrschluss kurz überlegt, wie es eigentlich bei den Leuten Zuhause aussehen muss, die immer Tassen mitnehmen. Fertig war das Meme.

FURIOS: Wie viel Zeit verbringst du mit dem Meme-Account?
So genau kann ich das gar nicht sagen. Anfangs habe ich jeden Tag was rausgehauen, aber mit der Zeit merkte ich, dass ich das auf Dauer nicht schaffe. Mein Ziel ist es, die Seite quasi zu einem Selbstläufer werden zu lassen. Gerade bei so vielen Studierenden ist es möglich, viele Ideen und Einsendungen zu erhalten… Ob das was wird, weiß ich nicht. Ich würde dennoch gerne mehr Zeit in den Account investieren. Jetzt ist eine weitere Person mit eingestiegen, mit der ich die Idee von Anfang an teile und die mich auch immer dabei unterstützt hat. Schön wäre es, wenn wir noch mehr auf Englisch machen könnten, da wir so viele internationale Studierende haben.

FURIOS: Letztens hast du auch etwas zu dem Brand an der U Dahlem-Dorf gepostet. Willst du also auch über Memes hinausgehen?

Also jetzt hab ich schon einen Account mit FU-Bezug, dem eine Menge Leute folgen. An dem Morgen dachte ich: Diese Nachricht ist FU-relevant. Es ist nichts Witziges, aber es ist vielleicht ein kleines Update für die Leute, die morgens nicht so oft lokale Nachrichten lesen, aber ihren Feed und ihre Storys bei Insta checken. Ich hab das nicht groß hinterfragt, ich mache sehr viel nach Gefühl.

Es gibt an der FU aber noch weitere Meme-Accounts, z. B.:

Ihr kennt noch weitere Meme-Seiten mit FU-Bezug? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare, wir erweitern die Liste!

Autor*in

Julian von Bülow

erkennt das doppelte Leerzeichen im Text auch noch aus 5000 Pixel Entfernung und ist ein kleiner Teil des Mediensystems im Mikrokosmos FU Berlin.

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1 Response

  1. JFKIMEMES 4EVER!
    P.S: Happy fart of July, everyone.

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