Wo früher Worte waren, spukt nun Stille
Ghosting aus Sicht derer, die gingen und derer, die warten. Von Eliza Beuster und Leona Reinberger.
Ghosting aus Sicht derer, die gingen und derer, die warten. Von Eliza Beuster und Leona Reinberger.
Wir unterstellen Schweigenden oft, dass sie abwesend sind. Dabei soll Stille uns erst dazu befähigen, uns selbst wahrzunehmen. Wie die vermeintliche Antinomie unser Leben prägt.
Although silences are an ever-present part of human communication, there is a conventionally agreed-upon adjective to describe them: awkward. Why do we experience discomfort in an interaction when arguably, there is simply nothing happening? Professor Elliott Hoey of the Vrije Universiteit Amsterdam uses conversation analysis (CA) to investigate how people arrive at and deal with silences. I sat down with him to ask him why CA seems to be a useful tool to look at the understudied phenomenon of silence.
Eine kleine Geschichte vom Internet und der Stille, vor der es uns gerettet und die es uns wieder auferlegt hat. Ein Text von Rika Baack.
Mina Sharif kehrte 2005 in ihr Afghanistan zurück, ein Land, in dem sie zwar geboren wurde, das sie aber zunächst nur aus Nachrichten kannte. Sie ist Medienberaterin und Aktivistin. In Afghanistan arbeitete sie mit Frauen-geführten Radiostationen, produzierte Bildungsformate für Kinder, beriet NGOs und Regierungsstellen und gründete das Mentoring-Programm Sisters 4 Sisters, mit dem sie Frauen und Mädchen in Afghanistan unterstützt. Heute spricht sie mit unserer Autorin Nori Holst über die Geschlechterapartheid und die Lebensbedingungen im Land.
Was geschieht, wenn die Stille in der Mitte von Philosophien und dem Leben von Philosophierenden landet: Eine Abhandlung über die Liebesgeschichte zwischen der ersten Wissenschaft und dem Thema unseres Heftes. Von Cedric Strehlow.
plötzlich Stille
wenn niemand redet
wenn alles schweigt
dann war doch ich gemeint
Giuseppe Contrafatto unternimmt eine intime Reise durch drei Romane. Er entdeckt eine Stille, die sich als erstaunlich vielfältig entpuppt und große Weltliteratur hervorbringt. Stille ist seit...
Nacht: Der Zeitraum zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, zwischen Einbruch der Dunkelheit und Beginn der Morgendämmerung. Typische Assoziationen: Schlafen, lang, dunkel, STILL. Berlin steht niemals still. Wenn die Nacht hereinzieht, glitzern die Lichter, dröhnt die Musik, lachen die Menschen. Von stillen Momenten in einer lauten Stadt.
Stille füllen oder Stille füllen fürchten? Im Alltag drehen sich tausende Erwartungen darum, wie wir zu kommunizieren haben – und wir drehen uns mit.
Warum eine Abwesenheit von Geräusch nicht immer Stille ist. Ein kreativer Text von Antonia Wunderlich
as the record is placed i see your hand hover here we are embraced but not forever one visit is not enough the end is yet...
Wie geht es Belarus*innen fünf Jahre nach der von Aljaksandr Lukaschenka gestohlenen Wahl und was hat Stille mit Belarus zu tun? Ein Gespräch mit Julia Cimafiejeva, Lyrikerin und Übersetzerin aus Belarus, die nun seit fünf Jahren im Exil lebt.
Viele junge Menschen zieht ihr Studium aus der Heimat in eine neue Stadt. Besonders der Umzug vom Land in die Metropole stellte für unsere Autorin Emilia Portwich einiges auf den Kopf. Über den Kontrast zwischen scheinbar endloser Stille und ewiger Reizüberflutung.
Die Straße ist so dunkel wie die Dunkelziffer der sexuellen Übergriffe. Frauen laufen mit Schlüssel bewaffnet nach Hause. Fliehend vor potentiellen Tätern, die ihnen etwas antun wollen, hin zu möglichen Tätern, die sich ihre Partner nennen. Ein Kommentar zur sexuellen Gewalt in Deutschland und den Mythen um die Täter.